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Planungsbeteiligung fördert Talente

Kinder und Jugendliche entwickeln wundervolle Fähigkeiten bei einer kreativen, selbst organisierten
und verantwortlichen Gestaltung ihrer Spielräume.

Als Mitglied des Projektbeirats des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. www.dkhw.de engagiere ich mich für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Planungsprozess, in der Bauphase und bei der Pflege von Spielplätzen bzw. Spielräumen.


Beteiligungsprojekt: Spielorte planen
für und mit Fürstenwalder Kindern & Jugendlichen

- Spielort Seilerplatz
- Skaterweg Spreeufer
- Spielort Frankfurter Straße

Auftraggeberin
Stadt Fürstenwalde, 2003
Netto-Auftragssumme 15.000 Euro

rechts: Fabian Kreide, Skater aus Fürstenwalde, zeichnet die Vorstellungen der Jugendlichen von
einer Skaterbahn am Spreeufer in einen Plan.
Die Jugendlichen erarbeiten eine Prioritätenliste
und berücksichtigen explizit die Interessen der verschiedenen Alterstufen.

Planungsbeteiligung verbessert Pläne

Planungen werden besser durch die Ideen
und den Gestaltungswillen der späteren Nutzer.
Sinnvoll ist insbesondere eine getrennte Beteiligung verschiedener Nutzergruppen.
Dass die Mädchen in der Zossener Straße
in Hellersdorf sich dringlich eine Rollschuhbahn wünschen - ohne Beteiligung hätte ich es nicht erfahren.

links: Beim 2. Planungstreffen in Fürstenwalde malt eine Schülerin das von ihr am meisten ersehnte Spielgerät.
Als Favoriten für den Spielort Seilerplatz wurden "Labyrinth", "Seilbahn" und "Bolzplatz" gewählt.

Planungsbeteiligung motiviert für Demokratie

Beteiligte Kinder und Jugendliche fühlen sich ernst genommen. Weil sie sich ernst genommen fühlen, zeigen sie ein größeres Interesse an ihrer Umwelt und engagieren sich mehr. Ernsthaft eingebunden in kommunalpolitische Entscheidungen wachsen sie in die vorhandenen Strukturen hinein und werden kreative Mitgestalter gesellschaftlichen Lebens.

rechts: In einem Töpferkurs in der Kulturwerkstatt Fürstenwalde entstanden rund 40 Keramikreliefs zur Gestaltung der von den Kindern geplanten Spielmauer an der Musik- und Kunstschule, Spielort Frankfurter Straße.


Beteiligungsprojekt:
Innenhof Gesamtschule Rehfelde

Fachliche Beratung einer Arbeitsgemeinschaft
2004

links und unten: Eine Schülerin präsentiert vor Ort
das Modell der "AG Schulhof" zur Umgestaltung
des Innenhofs der Gesamtschule Rehfelde.
Es zeigt eine gekonnte Verwendung von sieben Elementen der klassischen Gartenkunst:

- Rasen
- Wege
- Bänke, Sitzgelegenheiten
- Sichtachsen
- randliche Schmuckpflanzung
- Laube als schattiger Aufenthaltsraum
- zentrale Wasserfläche als Attraktion

Planungsbeteiligung vermindert Vandalismus

Kreativität und Selbstverwirklichung sind
Triebfedern des Handelns. Wo ihnen kein positiver
Handlungsrahmen geboten wird, äußern sie sich
in zerstörerischer Art und Weise.

Das Schülermodell für den Innenhof führt bei Realisierung zu einer Individualisierung des Raums, bietet Rückzugsmöglichkeiten und hochwertige Ausstattung. Damit sind drei Faktoren erfüllt, die Vandalismus entgegen wirken.

Bei Projekten, die auf Grundlage von Ergebnissen aus der Nutzerbeteiligung realisiert werden, besteht eine breite Identfikation mit dem Entstandenen. Auch das reduziert die Schäden durch Vandalismus.