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Foto: Prinz mediaconcept  
Neugestaltung des Fichteplatzes

Gemeinschaftsprojekt mit
Landschaftsarchitektin Silke Cinkl
Leistungsphasen 1 bis 8
Bausumme 200.000 Euro
Ausführungsjahr 2001

Auftraggeberin: Stadtverwaltung Strausberg
Referenzadresse: Frau Dietrich,
Tel: 03341-381 354
ABM-Projektkoordination: Steremat- Beschäftigungs-Gesellschaft, Strausberg
Träger der Vergabe-ABM: Firma UCG, Guben
Holzspielanlage: Wolfgang Stübner, Wilkendorf


Ruhe-Insel am See im Zentrum der Stadt

Business im Schatten von Kastanien
Um das Paradies zu schaffen
"werden nicht alle Dinge zu zerstören sein,
und eine ganz neue Welt fängt an.
Sondern diese Tasse und jener Strauch
oder jener Stein und so alle Dinge
sind nur ein wenig zu verrücken."
So spricht ein weiser Rabbi in dem Buch
"Spuren" des Philosophen Ernst Bloch.
Der Satz Blochs bildete das Motto unserer
Planungsüberlegungen zur Neugestaltung
des Fichteplatzes, der in zusammenhanglose
Teile zerfallen war und dessen herrliche
Lage am See durch ein unzugängliches
Ufer entwertet wurde.

Gute Aussicht aus dem Kletternetz
Die drei Schwerpunkte des Entwurfes
geben dem Park heute ein freundliches,
zeitgemäßes Gesicht, das die Spuren
seiner Geschichte selbstbewußt zur Schau trägt.

Erstens ist der Park seit seiner Neugestaltung
wieder als ein Ganzes zu erleben.

Der Kinderspielplatz wurde aus seinem Nischendasein befreit und in die Gesamtanlage integriert.
Unter Leitung des Holzbildhauers Wolfgang Stübner fertigten vormals arbeitslose Jugendliche die phantasievolle Ausstattung für die Spielflächen.

Zweitens wurde das Ufer zum attraktiven Aufenthaltsort am Wasser umgestaltet.

Aus Steinen, Holz und blühenden Pflanzen entstand eine naturnah wirkende Übergangszone zwischen Wasser und Land.

Zwei Holzstege laden zum Sonnenbaden ein.


In Freistunden lassen Gymnasiasten die Seele baumeln (Photo: M.Hübner)

Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof
Drittens wird durch einen zweifachen symbolischen Schattenwurf - dargestellt durch eine mit Stauden bepflanzte Mauerbank und durch einen umlaufenden anthrazitfarbenen Weg - der ehemaligen Schändung des jüdischen Friedhofs gedacht.

Dass die Jugend die Schatten der Vergangenheit spielend überbrücken kann, verdeutlicht ein aus der Spielfläche heraus den Schatten verdrängender sonnengelber Betonpflasterkeil.

Natursteinarbeiten:
Denkmalpflege GmbH, Prenzlau


Neu errichtete Natursteinmauer


Foto: TLG Immobilien